(AF)FRONT AUSGABE 5

2008 Dezember 5
von Mas09

*Pogrom gegen Hopps Perversion

Frech grinst dieser konstruierte Verfallsindikator von dem Olymp des deutschen Fußballs entgegen. Hoffenheim ist der Primus der Liga. Befürchtet hatte der zum Pessimismus neigende Beobachter des Geschehens diesen Zustand schon längst, jetzt lernt er in fürchten. Der Zerfall des Sports vollzieht sich in Lichtgeschwindigkeit. Die Grundsätze die ihn prägten und beliebt machten werden Wochenende für Wochenende von den Sinsheimer Söldnern mit Füßen getreten.

Aber die wahren Spielverderber, darüber existiert ein allgemein großer Konsens in der Welt der 4.Gewalt, sind die wenigen die nicht still ertragen möchten wie ihre Leidenschaft implodiert. Gefragt ist der Fan 2.0, dessen Interesse einzig und allein beim Spiel an sich liegt. Für ihn dienen Vereinsfarben nur der Unterscheidung vom aktuellen Gegenüber. Sie sind, genau wie der Stadionstandort, vermarktungsvariabel. Der Mezän , den in der Ära 2.0 des Fußballs jeder Verein besitzt (oder anders und richtiger gesagt besitzt der Mezän den Verein), wird zu dem was früher nur Trainer und Spielern vorbehalten war. Er wird zur einem Idol. Nicht weil er etwas besonders gut kann, sondern zunächst nur für die Ausmaße seines Portmonees.Die Frage nach der Existenz dieses marktkonformen Fans erübrigt sich bei einem Blick auf die Unternehmensstrategie der TSG Hoffenheim. Selbst hier erkannte man unlängst welche Hürden sich dieser Vergewaltigung des Sports entgegen stemmen. Deshalb startete man den Versuch der Imitation. Weil Fußball nur mit Stimmung funktioniert und Stimmung nur durch Emotion erzeugt werden kann basteln Hopp und Co eifrigst an der, für emotionale Bindung notwendigen, Identität ihres kostspieligen Hobbyvereins. Der Rolle des allseits beliebten Underdogs ist man durch die sportlichen Erfolge der letzten Wochen bereits entwachsen.Wie ist dieser Trend zu stoppen? Besonders unter Berücksichtigung der enormen Kapitalreserven des Herrn Hopp, verbieten sich nahezu sämtliche Lösungsansätze. Aus rein sportlicher Sicht ist dieses Projekt nicht aufzuhalten. So zeigte in jüngerer Vergangenheit ein Traditionsverein aus Dortmund, dass mit ein wenig Kleingeld auch der Erfolg zu einer Bordsteinschwalbe wird. Umso wichtiger wird es sein die gesellschaftliche Akzeptanz solcher Projekte zu zerschlagen. Wer sind diese Menschen die in dieses Exil-Stadion pilgern um einen Verein zu unterstützen den ein Milliardär, zu seiner persönlichen Belustigung, in seiner heutigen Struktur, erfunden hat? Wie wird man zu einer so kurzsichtigen Marionette eines gelangweilten Bonzen? Sind die vollen Ränge des Karl-Benz Stadions am Ende der Beweis für die Existenz des 2.0 Fans? Nein! – Sie beweisen nur die Existenz der Imitationsstrategie und der Leichtgläubigkeit der Menschen.

*Die Überschrift ist mehr als Provokation und nicht als tatsächlicher Aufruf zur organisierten Hetze zu interpretieren. Insbesondere distanziert sich der Autor von der antisemitischen Vergangenheit des Begriffes Pogrom.

GELBSTICH 6: 10 Euro für einmal Oben-Ohne!

2008 November 24
von Mas09

Die Stimmung während der Anreise konnte eine gewisse Verunsicherung nicht leugnen. Zu ungewiss war was uns erwarten würde, zu viel lag im Argen. Wir hatten wie gewohnt darauf verzichtet uns rechtzeitig mit Karten einzudecken. Die Wetterprognosen und die Frase vom „restlos ausverkauften Stadion“ machten aus dem Freitagabend Ausflug eine Rechnung mit zwei Unbekannten.

Das Wildparkstadion am Adenauerring ist in den idyllischen Karlsruher Hardwald gebetet. Verbergen kann der 50iger Jahre Bau seine Historie nicht. Die Zeit hinterließ einige Narben ,im kalten grauen Beton. So puristisch der Wildpark erscheint, auf eine gewisse Art versprüht er Charme. Neben den WM-Arenen erscheint die Fußballwelt an diesem Schmucklosen Ort noch ein wenig ehrlicher und weniger käuflich.

Nach kurzer Stärkung im einzigen Fachgeschäft der Stadt für teutonisch-osmanische Speisen, ergatterte man sich ermäßigungsfreie Karten für je 10 Euro. Ein weiterer Beweis für den inhaltlichen Verlust einzelner Worte durch überproportionale Verwendung. „Restlos“, verkommt zur bedeutungslosen Buchstabenhülse und reiht sich nahtlos neben Hassgipfel, Derby und Hexenkessel in die Reihe des fußballerischen Sprachsondermülls. Die zweite Unbekannte, das Wetter, beeinträchtigte den Fußballabend zwar durch beißende Kälte, wir versanken jedoch nicht, wie angekündigt, im Neuschnee.

Wer sich die Zeit bis zum Spielbeginn mit dem ein oder anderen frisch gezapften badischen Bier versüßen wollte, wurde bitter enttäuscht. Die namhafte Brauerei zierte zwar jeden Zentimeter des Verkaufsstandes, ausgeschenkt wurde aber und das auch mit Verzögerung nur eine alkoholfreie Brühe. So wurden die übrigen Minuten bis zum Anpfiff eine quälend lange Angelegenheit. Den Höhepunkt der Warterei markierte der musikalische Tiefpunkt des Abends. Die Liebeserklärung einer Frau mit Fistelstimme an ihren KSC, untermalt mit Disco-Schlager-Klängen, sorgte für Kopfschütteln im Gästeblock.

Der KSC legte engagierter los und erarbeitete sich als bald auch die ersten Chancen des Spiels. Dortmund kam langsam besser ins Spiel und einer der ersten Vernünftigen Angriffe landete prompt in den Zusammenfassungen der TV-Anstalten. Hajnal legte den Ball, für den sonst glücklosen, aber in dieser Szene starken Zidan, in die Mitte. Der Ägypter beweist sein Geschick und spitzelt den Ball ins Netz (20min). Celozzis Antwort folgte nur Sekunden nach dem Wiederanpfiff. Sein Solo mit abschließendem Gewaltschuss konnte unserem Schlussmann heute allerdings nicht gefährlich werden. Hajnal hätte noch in Hälfte Eins gegen seinen Ex-Klub auf O:2 erhöhen können, scheiterte allerdings am KSC-Torhüter Miller.

Der zweite Durchgang begann wieder mit einem starken Karlsruher Sportclub, der jedoch immer wieder in Roman Weidenfeller seinen Meister fand. 10 Minuten nach dem Wechsel entwischte Kuba der blauen Hintermannschaft, versäumte es jedoch im richtigen Moment Abzuziehen. 03+01 Minute später verpatzte Zidan die Zwei-Tore-Führung, weil er sich für einen Querpass entschied, anstatt es selbst zu versuchen. Eine solide Abwehrleistung und ein starker Weidenfeller reichten um die Führung über die Zeit zu bringen.

Der Oben-Ohne-Block E1 entpuppte sich, wie bereits in der Vorsaison, als Wundertüte mit Handicap. Schon der Temperaturen wegen war viel Bewegung in der Kurve. Vorweihnachtliches Liedgut aller Jingle Bells aber vorallem der neue Dauerbrenner zur Melodie von „Im Wagen vor mir…“ waren die Kronzeugen, einer insgesamt starken Stimmungsleistung. Nicht anders zu Erwarten, aber dennoch ärgerlich war die doppelte Leibesvisitation auf ein Neues. Es gibt nicht ein schlüssiges Argument dafür wieso man innerhalb einer Minute oder etwa 20 Metern diese Tortur gleich zweimal erdulden muss. Oder werden an den Büdchen rund um die marode Arena, zwar kein Bier, aber dafür Handfeuerwaffen verkauft? Als ich recht ermattet zu Bett ging, spreizte ich meine Arme jedenfalls reflexartig und wunderte mich über die fehlende Kontrolle.

Hier ein paar visuelle Eindrücke aus dem beschaulichen Karlsruhe:

KA PATHOS TRAILER

2008 November 10
von Mas09

GELBSTICH 5: IMPRESSIONEN,EMOTIONEN,INSOLVENZ

2008 November 3
von Mas09

Cologne Cologne verschollen am Dom!

Das Gelände wirkt noch etwas verlassen. Verkäufer befreien gemächlich ihre Würstchenbuden von ihrem Dornröschenschlaf. Noch deutet, abgesehen von dem bereits in Reihe und Glied gebrachtem Grillgut, nichts auf den baldigen Besucheransturm hin.

Es ist noch Zeit, viel Zeit bis zum Spiel.

Der lang geplante Dombesuch entfiel nach gegenseitigem Einvernehmen aufgrund akuter Lustlosigkeit. Schließlich waren kaum 30 Minuten vergangen, seit wir hetzender Weiße, zunächst halb Köln auf der Suche nach öffentlichen Toilette und später die andere Hälfte der Stadt auf der Suche nach dem Stadion durchforstet hatten. Dabei überquerten wir unzählige Male den Rhein und fuhren um den Dom bis uns schlecht wurde. Jener Odyssee ging noch ein kurzes Intermezzo in einer gewaltigen Blechlawine, nahe unserer ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn, voraus. Man beschloss, um etwas Zeit zu überbrücken und den Magen zu beschäftigen, einen Aufenthalt in einem nahe gelegenen amerikanischen Restaurant.

So flogen die Stunden ins Land. Zwei etwas zwielichtige Gestalten, deren Bomberjacken wohl über eventuelle Trainingsrückstände hinwegtäuschen sollten, boten uns erstaunlich preiswerte Karten an. Ein passendes Hotel war ebenfalls im Handumdrehen gefunden. Das Etablissement bestach durch seine Zentrale Lage und sein freundliches Personal. Die Rezeptionistin bewies ihre kommunikativen Fähigkeiten bereits beim ersten Kontakt. Leider störten wir sie wohl bei einem wichtigen Kundengespräch, weshalb sich die Angelegenheit etwas verzögerte.

Gegen 18 Uhr brach man wieder auf und bereits 20 Minuten später und 4,50 € ärmer stand man, mit lecker alkoholfreiem Kölsch im Magen, in mitten des noch spärlich gefüllten Gästeblocks. Man wurde, wie es der moderne Fußballfan gerne hat, auf höchstem Niveau unterhalten.
Neben einer Vielzahl Verbrauchertipps gab es auch eine Lesbe im Strampelanzug und jede menge anderen Nippes zu bestaunen. Etwas verhaltener als sonst begrüßte man Torwart Weidenfeller und wunderte sich wie viele Menschen auf einem Quadratmeter stehen können.

Die Sache mit dem Atmen wird ohnehin etwas überschätzt. Sorgen machte man sich dann eher um den Turbo-Polen Kuba, der beim Aufwärmen noch auf seine Maske verzichtet hatte. Zu klar waren noch die Erinnerungen an das Blutbad vom letzten Wochenende. Es galt solche Szenen, wie aus Terentino Filmen bekannt, zu vermeiden.

Anpfiff! Kuba mit Maske ! Dortmund in Schwarz und Gelb! Die Welt war in Ordnung.

Die 5.500 (vielleicht 6.000) Anhänger die ihrer Borussia gefolgt waren sahen ein rassiges Spiel ihrer Mannschaft mit Chancen im Minutentakt. So war man zufrieden und machte mächtig Zinnober im Gästeblock. Besonders wenn die beiden Oberränge mit zogen wurde es richtig laut. Vom FC sah man wenig und seine Fans hielten sich ebenfalls vornehm zurück. Es spielte Borussia. Der Dortmunder Dauerangriff wurde erst in Hälfte zwei ,durch Florian Kringe, entlohnt. Nun brannte die Luft im hoffnungslos überfüllten Gästeblock. Vielleicht war es das Kölsch, vielleicht die starke Leistung der Mannschaft, vielleicht das Flutlicht oder all das zusammen was die Stimmung so beflügelte.Das Paket aus Mannschaft und Fans wusste jedenfalls zu gefallen.

Einige Wirrköpfe forderten in bester EM-WM-Haste-Nich-Gesehn-Manier ,nach dem man die Mannschaft brav verabschiedet hatte, die Spieler noch zum „HIIIIINSEEETZZZEEENN“ auf. Wo wir beim leidigen Humba-Thema wären; mal davon abgesehen dass diese Art der Huldigung ohnehin jeden Reiz verloren hat, wir spielten gegen einen Aufsteiger und gewannen mit einem Tor unterschied. Fordert man demnächst nach einem 2:0 Testspielsieg gegen Wanne-Eickel die Spieler auch schon zum Tanz? Nur weil wir Klopp auf der Bank haben brauchen wir keine Mainzer Verhältnisse.

Dennoch ging man einigermaßen glücklich und erschöpft zu Bett. Die Rückfahrt verlief im Vergleich zur Anreiße reibungslos.
Was bleibt ist die, Vorfreude schnürende, Erinnerung und eine mikrokosmische Finanzkrise auf dem eigenen Konto.

Politik und Gesellschaft

2008 Oktober 22
von Mas09

Mehr Kapitalismus wagen!

Nach jener scheinbar antiquierter und ferner kaum noch gesellschaftsfähigen Floskel, die eigentlich ,wenn vielleicht auch nicht inhaltlich gänzlich falsch, besser temporär at akta gelegt werden sollte, titulierte Friedrich Merz sein neustes Buch. Dem einigermaßen unglücklichen Namen des Werkes wohnt noch der Auswuchs, „wege zur einer gerechteren Gesellschaft“ bei. Nach unbestätigten Gerüchten plant der ehemalige Wirtschafts- und Finanzexperte der Union, noch weiter Veröffentlichungen. AZDO liegt exklusiv eine Liste der noch unfertigen Werke vor.

Zertifikate – ein sicheres Geschäft

Ausgeglichener Haushalt 2008 – Kein Problem!

Die Lehmann Brothers – Eine amerikanische Erfolgsgeschichte

Während die drei letzten Titel auf die Kappe des amüsierten Autors gehen, meint es Herr Merz, mit seiner Bibel für die Freiheit der Märkte, tatsächlich ernst. Die Problematik, um den Bezug auf das Thema dieses Blogs herzustellen, ist allerdings, dass der gelernte Jurist seit 4 Jahren Mitglied im Wirtschaftsrat unserer geliebten Borussia aus Dortmund sitzt. Deshalb von Borusse zu Borusse:

Lieber Herr Merz, die Bierdeckelsteuer war wirklich eine sensationelle Idee und generell gibt es auch nichts gegen eine gesunde Deregulierung der Märkte einzuwenden, aber der Zeitpunkt der Veröffentlichung erscheint doch etwas fragwürdig. Vielleicht ist in sechs oder sieben Monaten ja wieder alles in Margarine (Substitutionsgut für Butter) und die Menschen sehnen sich nach Wirtschaftsliberalismus. Im Moment sieht es doch eher so aus als würde ihr Buch, schon wegen des Titels, ein Ladenhüter. Denn gerade ist es nun mal schick die Politik und ihren Siegeszug über die Finanzwelt zu feiern und zu würdigen. Man spricht von scharfen Kontrollen und riesigen Rettungspaketen. Man rettet Banken um die Welt zu retten und überlässt sie nicht sich selbst.

Wieso also so idealistisch? Wieso nicht in das selbe Horn der Schizophrenie blasen wie ihre Parteikollegen? Oder haben Sie ihr Schiffchen schon der Art im Trockenen, dass sich ihr Buch gar nicht mehr verkaufen muss? Es ist bestimmt möglich das Werk noch vom Markt zu nehmen und etwas passenderes zu schreiben. Vielleicht blüht Ihnen dann noch eine postpolitische Karriere als Lebensberater und sie konkurrieren mit Dieter Bohlen. Besonders beliebt sind auch Bücher über Körperhygiene, hier scheinen die Zeiten, für Liberalisierung, besser zu sein. So darf man jetzt, wenn man möchte, dank „Feuchtgebiete“, frei von allen gesellschaftlichen Zwängen stinken. Das ist Liberalismus der sich verkauft.

(AF)FRONT Ausgabe 4

2008 Oktober 5
von Mas09

Hopp! Hopp! Feuer frei!

Rote Tücher hat mit Bestimmtheit ein jeder Mensch. Feuerrot wird das Stück Stoff meistens, wenn eine Sache für die man sich einsetzt durch fehlinterpretiertes Halbwissen verunglimpft wird. So geschehen vergangenen Samstag, im Programm des PayTV Senders Premiere im Rahmen der Bundesliga Übertragung. Der für seinen Professionalismus bekannten, ehemals Gladbacher Stefan Effenberg scheute einmal mehr nicht sein Wissen rund um den Sport zu verbreiten. Dabei stocherte der Experte auch in den tiefen der Fankultur. Da es sich, wie bei vielen seiner Gattung üblich, hierbei offensichtlich um eine spontane Zurwortmeldung des so genannten Fußballerhirns handelte, welches solch wirre Inhalte häufiger in den Raum wirft, ist der Fauxpas biologisch legitimiert. Klargestellt sollte dennoch werden: Der Kampf gegen die Kommerzialisierung des Fußballs existiert fern ab von jeder Neiddiskusion! Es ist ein verbitterter Krieg, der bei nahe täglich neue Fronten zählt. Mit der TSG Hoffenheim zog der erste Privatklub, gefeiert von der Medienlandschaft, in die Bundesliga ein.

Der rasante Aufstieg des Dorfvereins ist ein unvermeidbares Resultat aus den Millionenspritzen des Software Milliardärs Dietmar Hopp. Aufsteiger Hoffenheim, von der Presse zum Außenseiter erkoren, stehen wesentlich größere Finanzmittel zu Verfügung, als großen Teilen der Liga. Die aktuelle Platzierung wird dennoch als Achtungserfolg verkauft. Der Erstliga Debütant aus Sinsheim will oben mitmischen. Dieser Anspruch wird zwar nicht ausformuliert, ein Blick auf den Kader und die zukünftige Wirkungsstätte der TSG, lässt alles andere allerdings gar nicht zu. Man hat sich daran gewöhnt das die Vereine handeln und geführt werden wie Wirtschaftsunternehmen. Aber die Chelseas dieser Welt will und darf man nicht stillschweigend akzeptieren. Weil es gerade in Milliardärskreisen als schick gilt neben der Yacht, dem fulminanten Fuhrpark und dem exzessiv lebenden Töchterchen auch noch einen Fußballverein zu besitzen, sprießen diese Söldnertruppen wie giftige Pilze aus dem morastigen Boden des Weltfußballs. Interessant wird das ganze vor allem dann wenn der erste Gönner das Zeitliche gesegnet oder schlicht die Lust an seinem Hobby verloren hat . Kommt der Fußballklub dann auf den Yachtfriedhof oder übernimmt der missratene Nachwuchs das Ruder. Im Fall Hoffenheim würden wohl beide alternativen nicht gerade für besonders große Entrüstung sorgen. Es wäre schon vergessen ehe es so richtig verschwunden ist.


Die frage ist doch; was macht einen Verein aus? Die Spieler kommen und gehen, wie Waren im Versandhandel. Manch einer wechselt Trainerstab und Vorstände wie die Unterwäsche. Stadien heißen jetzt nach Versicherungen und Banken, Automobilkonzernen und Energieriesen. Der einzige Fixpunkt ist das Vergangene und das immer wieder Praktizierte, die persönlichen Erinnerungen -die Tradition. Wer das verinnerlicht kann sich doch nicht gesunden Gewissens in Mannheim in die Kurve stellen wenn dort nicht Waldhof spielt sondern ein Sinsheimer Stadtteil. Diese „Anfeindungen“die der ehrenwerte Herr Hopp ertragen muss, wenn er seinem Hobby nachgeht sind also vielleicht gar nicht so unbegründet. Sein Verein bricht nämlich mit ungefähr jeder Definition von Tradition. Ratsam wäre es wenn er den Protest akzeptieren würde. Statt dessen rennt der empörte Milliardär in die Schützenden Arme der Justiz. Ein zwischen zwei Stöcke gespanntes, bemaltes Tuch brachte den Geschäftsmann aus der Fassung. Darauf zu erkennen ist sein Gesicht, gerahmt in ein Fadenkreuz; anbei der Satz „hasta la vista Hopp“.

Sicherlich nicht furchtbar originell oder gar Stilvoll, aber eben völlig im Rahmen der Fußballsozologie. Angesichts dessen was diverse ehemalige Spieler ,Vorstände oder Schiedsrichter erdulden mussten ist Hopps Klage klarer Indikator für sein fehlendes Verständnis gegenüber der Fankultur und ihrer Bedenken. Verstummen wird der Protest deshalb nicht. Besonders weil der Fall TSG, wenn die 50+1 Regel fällt, Vorbild für diverse mehr oder weniger fußballbegeisterte Milliardäre mit Statussymboldefizit sein könnte. Hoffenheim ist also der verhasste Vorbote eines brutal dekadenten Trends. Vielleicht schrecken die Proteste Nachahmer ab und sie kaufen sich einen von den zwei englischen Klubs, die noch ohne reichen Russen oder Scheich auskommen. Vielleicht besiegt die Tradition diesen Trend zwar nicht, aber sie kann sie mit Hilfe ihres mächtigsten Werkzeugs, den Fans die sie leben und lieben, in die Flucht schlagen.


(AF)FRONT Ausgabe 3

2008 September 17
von Mas09

151804800 Sekunden Vorfreude

Nach fast fünf Jahren, genauer 251 quälenden Wochen, kehrt die schwarzgelbe Borussia zurück auf Europas Festbühne des Fußballs. 251 Wochen; das sind 1757 Tage, was wiederum 42168 Stunden entspricht. In diesen 2530080 Minuten wartete der gebeutelte Fan auf die Rückkehr.

Ein solches Zurückkehren, so lehrte uns Literatur und Hollywood, kann glorreich bestritten werden.

Es kann, wie die Realität es immer wieder zeigt, aber auch zu einem Debakel werden. Ungern denkt man deshalb in diesen Tagen an Axel Schulz und sein verformtes Haupt nach dessen Rückkehr in den Ring. Lieber kreisen die Gedanken um einen siegreichen Rocky Balboa. Ein Heimsieg muss jedenfalls her und wenn möglich ohne dabei so alt und behäbig wie Stillone zu wirken. Andernfalls droht dem Ballspielverein die nächste quälend lange Zeit der Abstinenz. Nach so vielen Jahren, wäre es geradezu frustrierend, wenn aus der geplanten Europatour nur ein kurzes Intermezzo ins beschauliche Friaul, genauer in die Provinz Udine, werden würde. Die Hürde ,welche sich zwischen unseren BVB und die Gruppenphase stellt ,ist alles andere als eine lockere Aufwärmübung. Vielmehr zahlt man dabei noch einmal den Tribut für die letzten Brotlosen Jahre. Sie machten aus den Champions von 1997 ein nicht gesetztes Team im Uefapokal.

Trotz der beschriebenen Brisanz der Partie, es gibt keinen Grund Gefühle die Unbehagen zum Ausdruck bringen aufkeimen zu lassen.

Nehmen wir an die Anzeigetafel gibt wie immer Auskunft über die Spielminute und den Aktuellen Spielstand und wir finden folgende Zahlenreihe dort vor:

60min 0:3

Dem geübten Beobachter fällt die scheinbare Aussichtslosigkeit dieses Fiktiven Szenarios auf.

Aber irgendetwas tief in ihm, irgendetwas verwurzeltes, eine Art Macht verleiht ihm ein Gefühl von Sicherheit.

Nebenbei sollte noch erwähnt werden das die Italiener einen Satz Blaue Auswärtstrikots im Gepäck haben werden.

Obgleich es scheinbar aus dem Kontext gerissen wirkt, drängt sich nun ein abschließendes Zitat von Dr. Manfred Hinrich auf. Der Philosoph sagte einst :Wer wird sich denn gleich ärgern, wenn er sich falsch gefreut hat.

Pressespiegel

2008 September 14
von Mas09

Derby-Wahnsinn: BVB nach 0:3 noch 3:3 gegen Schalke ,Münstersche Zeitung

Dortmund – Schalke 3:3 Tore, Tritte und Tomaten-Schiri ,Bild.de

Schon wieder Minuten zu früh gefreut ,diekirsche.de

REVIER-DERBY Des Schalkers Leid ist des Dortmunders Freud ,manager-magazine.de

BVB –S04: Dramatik pur beim „besten Derby aller Zeiten“ ,RevierSport

Blog it!

2008 September 11
von Mas09

Alles wird einmal vorübergehen

Gerade als ich diesen Satz schreibe schleppt sich ein älterer Herr an der Schaufensterfront vorbei. Sein Gang besitzt nichts mehr von jugendlicher Grazie, vielmehr wirkt die Darbietung wie ein erbitterter Kampf gegen die Schwerkraft. Ein Krieg mit veralteten Waffen gegen eine allgegenwärtige Übermacht. Ich denke an den Kaukasus und bemerke wie sich meine kritische Mimik in ein breites Grinsen wandelt. Tod, Vergänglichkeit und Krieg dominieren meine Gedanken und ich grinse hier fröhlich vor mich hin. Ich befehle mir dieses Grinsen zu unterlassen und konzentriere mich wieder auf das Ausgangsthema. Der Alte zerrte seinen trägen Körper längst aus meinem Blickfeld. Ich betrachte das dekorative Blumengesteck. Es steht am äußersten Rand meines Tisches. Als könne ich meinen müden Augen dadurch einen Vorteil verschaffen, presse ich sie etwas zusammen. An einer der unteren Blüten mache ich scheinbare Spuren von Verwelgung aus. Wieder dieses Grinsen. Jetzt habe ich meinen einleitenden Vergleich und eine Niederschrift über das Prinzip der Vergänglichkeit wirkt am Beispiel einer Pflanze auch weniger makaber. Ich freue mich für den Alten.

Hinter mir liegen nun mehr sechseinhalb Wochen von denen zumindest viereinhalb meinen Erwartungen entsprachen. Eine schöne Zeit. Das wirklich schöne daran ist eigentlich die Gewissheit nach einer Woche noch fünf weitere zu erleben. Aber die Tage fliegen ins Land und am letzten dieser Tage ertappt man sich, dann sinnierend in einem Sumpf aus Selbstmitleid. Mein Blick fällt wieder ans Ende des Tisches. Ich beneide das welke Gestrüpp um seine Primitivität, weil ich mir nicht vorstellen kann das es sich seines Baldigen Ablebens bewusst sein kann. Uns Menschen ist das im Übrigen auch nicht ständig im Sinn. Weil uns der Gedanke an die Vergänglichkeit des Seins mit Unbehagen erfüllt. Dabei begegnet uns die eigentliche Methodik dieses Prozesses ständig.

So quittiert in diesem Moment meine USB-Maus ihren Dienst, nicht weil sie alt oder krank wäre, nein das geschieht nur weil sie aus einem fernen Land Namens China stammt. Dort wurde sie von Menschen zusammengebaut, die so wenig verdienen das mein bescheidener Kontostand ihnen 5 Jahre ihres Lebens finanzieren könnte. Mit einem Kunstwurf landet der Panikkauf in einem Sammelbehälter für Ausgedientes. Jedes einzelne Stück könnte als Korpus Delikti für die Existenz meiner Theorie herangezogen werden. Genau wie asiatische Multimedia Artikel ergeht es nahezu allem was einem im Leben begegnet. So verhält es sich also auch mit Statistiken. Da wundert es niemanden mehr das auch die vier Pflichtspiele ohne Niederlage diesem Wandel unterliegen werden. Wieso sollte dieser um den geliebten Verein einen Bogen machen, wenn er sich doch ohnehin und gerade jetzt alles nimmt was einem ans Herz gewachsen ist. Dabei reicht die Spanne von der schon jetzt schmerzlich vermissten Freizeit, über den Alten den ich zwar nicht kannte, der mir aber als männliche Muse diente, bis hin zu dem Gesteck, welches noch immer in der Ecke des Tisches kauert. Gerade als ich die Derbyniederlage aufgrund dieser hart untermauerten These schon für unabdingbar halte, entdeckte ich plötzlich eine verräterische Naht am Stiel des Gewächses.

Es handelt sich augenscheinlich um eine Plastikblume. Ein Imitat der Wirklichkeit, ein starres der Vergänglichkeit trotzendes Abbild des Lebens. Ich hege den Wunsch unseren gesamten Kader in Blastick zu gießen und so dem Unumgänglichen zu entfliehen. Ich grinse.

GELBSTICH 4:Intelligenz,Klasse und München

2008 August 27
von Mas09

Es fehlte an Intelligenz nicht an Klasse

Besonders die erste Hälfte machte Lust auf mehr. Sondiert man die ersten 20 Minuten so sah man die stärkste Borussia der letzten Jahre im heimischen Stadion. Besonders über den schon in der Vorbereitung auffällig starken Kuba in Kombination mit Hajnal und den beiden laufstarken Spitzen zeigte der BVB was offensiv in dieser Saison möglich sein kann. Über die gesamten 90 Minuten bleibt es aber trotzdem eine ordentliche Leistung mit einem gewaltigem Intro , welches schon früh, durch den schnellen Polen, seinen vorläufigen Höhepunkt und mit dem Platzverweis des Bayern- Kapitäns Van Bommel sein Ende fand. Sicherlich wäre der Rekordmeister zu schlagen gewesen. Nelson Valdez wurde in letzter Sekunde an seinem zweiten Saisontor gehindert und Schweinsteiger kratzte, Kringes Anlauf auf die Torjägerliste zu kommen, von der Linie.

Außer am nötigen Glück fehlte es an der nötigen Intelligenz, die es erfordert wenn man gegen den Rekordmeister gewinnen will. Intelligenz die sicherlich im Kader, aber derzeit verletzt, ist. Vielleicht wäre ein Tinga oder ein Alex Frei oder ein Dede hier wichtig gewesen , mit ihrer Erfahrung und mit ihren Führungsqualitäten. Nicht das Kapitän Sebastian Kehl seiner neuen Rolle nicht gerecht wurde. Er verteilte Bälle und Ideen grätschte ab wo es nötig wurde. Auch Florian Kringe zeigte in der generell recht jungen Mannschaft, dass er in der Relation schon ein alter Hase ist. Bis zu seiner Auswechslung mit viel Beinarbeit und einigen guten Ansätzen, der ägyptische Neuzugang Zidan. Ziegler blieb hinten ohne Fehler und bewies er ist ein starker Ersatzmann. Es gefiel sondiert betrachtet also fast jeder der Aufgebotenen Schwarzgelben, aber wie die Elf in der Zweiten Hälfte in eine Art litargischer Trance aus Respekt oder Selbstüberschätzung fiel, zeugte von Unerfahrenheit. Anstatt den Münchnern mit dem Anfangs dargebotenem Offensivspiel endgültig den Schneid ab zu kaufen, verfiel man in den Wahn man könne tief stehen und von Zeit zu Zeit Konter fahren wenn es nötig war. Funktionieren kann so etwas ohne Zweifell. Mit gleich drei 88iger Jahrgängen in der Abwehrreihe und vier verletzten Stammspielern ist diese Variante aber als durchaus gewagt einzustufen.

Wie viel dem mannschaftlichen Kollektiv davon anzurechnen ist oder ob es eine taktische Variation

des Schwaben Jürgen Klopp war, bleibt im Verborgenen .

Nach dem Sieg in Leverkusen also ein starkes Remis mit Wehmut gegen die Bayern. Es hätte auch schlechter laufen können. So ganz vertraut kommt einem dieser engagierte BVB zwar noch nicht vor, das Kennenlernen macht aber auf jeden Fall einen teuflischen Spaß. Die letzten Trainerwechsel brachten selten auch einen Mentalitätswechsel auf dem Platz mit sich. Es scheint als hätte Sympathie- Magnet Klopp hier etwas verändert. Wie wichtig so etwas zu sein scheint beweist schon alleine die Tatsache wie oft Bälle zurück erobert und wie früh Zweikämpfe angenommen werden. Vielleicht schafft der Ballspielverein ja endlich den Absprung von der konstanten Inkonsistenz. Immerhin ist man schon jetzt seit 3 Pflichtspielen ungeschlagen. Die Offensivabteilung traf stehts, wiederholt auch mehrfach. Das Spiel wirkt insgesamt kreativer und schneller als in der Vorsaison.

Kommen nach den nicht so doll(en) Zeiten jetzt die Klopp(e) für unsere Widersacher? Was zeigen unsere Jungens im Europapokal? Gegen wenn müssen wir dort Antreten? Packen wir den Derbysieg? Und wann ist endlich wieder Samstag!?

(AF)FRONT Ausgabe 2

2008 August 11
von Mas09

Schattenspiele aus Sport und Politik

Wem es im Jubelsturm der Olympischen Spiele entgangen sein sollte, die erste Runde des DFB- Vereinspokal ist abgehandelt. Weil dieser Essay nicht heimlich zu einem Spielbericht motieren soll, schließe ich die sportlichen Details mit einigen Sätzen. Der BVB hat seine Pflicht und RWE die Erwartungen erfüllt. Den Schwarz-gelben gelangen schlussendlich drei Treffer, von den Essener sah man eine Partie im Rahmen ihrer Möglichkeiten und einen ab gefälschten Sonntagsschuss, der sich seinen weg ins Netz bahnte. Die neue „Wunderwaffe“ Hajnal kam auch ohne „Spetzi“ Kuba zurecht und setzte die Messlatte, die Ausdruck der Dortmunder Alljahreseuphorie zu sein scheint, noch ein Stück höher.
Augenzeugen berichten auch noch von einigen anderen Spielen. Zum Redaktionsschluss bleibt das allerdings unbestätigt.

Überhaupt muss man sich glücklich schätzen, wenn man von all dem etwas mitbekam.
Ein auf die Alten Griechen zurück zu führendes Sportgroßereignis dominiert die Berichterstattung des Medienzirkuses. Wer die Europameisterschaft oder gar die Weltmeisterschaft im Fußball für konzernkontrolliert, komerziel und zu politisch hält -der hat wohl noch keine Sekunde seines Lebens für den chinesischen Olympiawahnsinn verschwendet. Eine Eröffnungsfeier ,die nicht den Beginn der Spiele feiert, sondern den Anfang eines totalitären Siegeszugs propagiert. Die Idee die dahinter steckt ist dabei natürlich nicht „Made in China“. Schon das Naziregime missbrauchte die Olympische Idee für weitaus unrühmlichere Zwecke im 3.Reich. China preist die Diktatur in einer fast endlosen Dauerwerbesendung mit Feuerwerk, lachenden Chinesen und peinlich genau einstudierter militärischer Pedanterie. Der amerikanische Fernsehsender NBC verschob die Massenkundgebung extra auf die „Primetime“ ,um mit dem Aufgezeichneten Propagandavideo die Konkurrenz, zur besten Sendezeit, aus zu stechen. Wo es um solche mengen an Kapital geht ist kein Platz für eine gesunde Anti-China-Haltung. Nicht einmal in dem Land ,das es sich scheinbar zur Aufgabe gemacht hat, jeden Fleck auf unserer Erde zu demokratisieren. So werkelt das asiatische Großreich weiter an seiner Außendarstellung. Die Probleme des Landes sind dabei immens; bleiben aber meist im Verborgenen. Wenn die Olympioniken auf ihren Drahteseln durch den Smog Pekings radeln, lechzend nach frisch Luft, dann ahnt man vielleicht wie es dem chinesischen Bauarbeiter ging der dieses geschmackvolle „Vogelnest“ baute, als noch doppelt so viele Autos fuhren. Die Stammtischangst, China würde uns den Rang ablaufen oder die Weltwirtschaft aus dem Gleichgewicht bringen, wird durch die prächtigen Bauten in der chinesischen Hauptstadt massiv bestärkt. Beeindruckt sind wir sicher alle auf irgend eine Weiße ,von dem was dieses Land da auf die Beine stellt. Allerdings läuft man deshalb,wie von Chinas Rädelsführern beabsichtigt, Gefahr, die Realität zu verkennen. Die wirtschaftliche Zukunft des Staates wird tendenziell überschätzt.
Vergeblich sucht man chinesische Weltkonzerne. Das Wirtschaftssystem basiert auf „Low Budget“ Produktionen. Chinas billig Produkte überschwemmen den Weltmarkt. Doch mit dem steigenden Lebensstandard steigen auch die Herstellungskosten. Schon jetzt beginnen Konzerne aus aller Welt ihre Produktionen aus China in andere Entwicklungsländer zu deportieren. Die „Einkind-Politik“
könnte Chinas größtes Sorgenkind werden. Wenn es keine entschiedenen Änderungen gibt, hat der demografische Wandel, schon in 30 Jahren, aus der aufstrebenden Wirtschaftsmacht einen handlungsunfähigen Rentnerstaat gemacht. Über 1/6 der Menschheit sind von dieser Gefahr betroffen, über 1/6 der Menschheit leben in einer einzigen Diktatur. Sie werden überwacht, unterdrückt, enteignet und ausgebeutet. Da kann man über die Rekordjagden einer handvoll überzüchteter Athleten, doch nur müde lächeln. Sport löst in diesem Fall keine Probleme, er hilft nur sie zu vergessen.

Blog it!

2008 August 6
von Mas09

Stück für Stück zum Block

Wahrscheinlich wird es ein schwieriges, sicherlich langwieriges aber keines Falls hoffnungsloses Unterfangen. Es gilt sich dem Blogwahn aus den USA zu unterwerfen, weil ja jetzt nicht mehr alles schlecht ist, was aus dem Stars- and Stripes- Land kommt. Zulange war es en vogue nordamerikanische Kultur zu verschmähen um seine Anti-Bush-Haltung zu untermauern. Die Amerikanisierung der AZDO Seite soll allerdings keineswegs als Toleranzerklärung für die übertriebenen Internatinalisierungsbestrehbungen oder den vermeintlichen Kampf gegen den Terrorismus verstanden werden. Vielmehr ist es der Versuch die Früchte einer verdorbenen Kultur zu ernten. Persönlicher werden! Greifbarer! Den Leser Einblick in die Psyche gewähren und somit sein voyouristisches Verlangen stillen. Damit fahren viele Blogger aus den Staaten nicht gerade schlecht und erreichen abstruse Besucherzahlen. Vielleicht schwappt das Interesse am kollektiven Publizieren von Tagebüchern ja über den Atlantik. Da wäre es ja gerade zu ärgerlich, wenn man nicht von Stunde Eins dabei wäre. In diesem Sinne: Let`s blog!

Zugegeben meine Motivation mich jetzt öffentlich mitzuteilen schwand bereits ein wenig nach den einführenden Zeilen. Es ist jetzt 20:33 Uhr. „Oh ich schreibe Präsens. Das ließt sich sicher unglaublich persönlich. Ich setzte noch einen drauf“. Ich bin nämlich unfassbar müde. „Anaphorisch paralleler Satzanfang mit „Ich“, – so offenbart man sich“! Meine Müdigkeit lässt sich schlussfolgernd wohl auf den schweißtreibenden Ausbeuter Ferienjob zurückführen und auf die zunehmende Diskrepanz zwischen Wach- und Schlaffasen. Wahrscheinlich war es mein Hirn selbst, welches eigenmächtig entschied den Klapprechner zur Hand zu nehmen und irgend einen Unsinn in die Tasten zu prügeln. Sie liebe Leser werden also Zeuge eines Rettungsversuches meines Gedankenzentrums. Es befürchtet bei der stumpfsinnigen Buchterei in den Katakomben einer Fabrikhalle zu verwelken. Gut! Ein Gefühl wäre abgehandelt. Aber da ist noch ein zweites. Sehnsucht! Jede Sekunde die vergeht treibt mich näher zum Endziel der nächsten zwei Wochen.
Nicht etwa das Ende der Maloche, obgleich das ebenfalls in diesem Zeitraum anfällt, nein der Start der Saison 08/09 steht vor der Tür. Die Vorfreude, die sich ja als die schönste der Freuden feiern lässt, erleichtert die Tage von denen ich Untertage wenig mitbekomme. Ich weiß nicht wie oft ich den aktuellen Kader schon auf eine möglichen Startelf reduzierte. Sicher jedes mal auf ein neues, wenn ich notorisch in der Mittagspause den Kaffebecher verforme. „Am Wochenende beginnt der DFB- Pokal“, das predige ich wie der Papst die Nächstenliebe, wenn ich mir an einem der zirka 7 Millionen sinnlosen Rohren den Schädel stoße. Es sind Durchhalteparolen die, die Zeit erträglicher machen. Apropos DIE ZEIT , in der Online-Ausgabe der Wochenzeitung sagte Sozialwissenschaftler Michael Rautenberg, auf die Frage was Fußball so besonders macht: Fußball ist eine Welt der Gefühle, der Dramatik und Tragik. Man erlebt Freude und Trauer. Mit diesem Zitat will ich den ersten Versuch zur blogerisierung beenden.

Will be continued if my life still sucks tomorrow….

AF(FRONT) AUSGABE 1

2008 Juli 24
von Mas09

Bayern B wird zweiter Sieger beim Supercup 08

Stark dezimiert und ausgelaugt von den Strapazen der letzten Jahre schleppten sich die übrig gebliebenen Münchner nach Dortmund in Westfalen. Der dort heimische Verein trat in Topform und mit dem 1 doppel A Kader auf. Trotz großer Bedenken, der 100 Mann starken medizinischen Abteilung des FCB, schickte Sadist Klinsmann seine müden Krieger auf das Schlachtfeld.

Mit barbarischer Grausamkeit liefen die Gelben den Roten davon. Barbarisch vor allem deshalb weil die Champions vom amtierenden Meister mit mehreren Tonnen Blei im Schuhwerk spielen mussten. So wollte es Privatsender Sat.1, weil Experten befürchteten, die Spieler seinen zu schnell für die primitiven Kameras die ihnen zur Verfügung stehen. Als reiche das nicht aus, die Süddeutschen zu schwächen, glich der Rasen zähflüssigem alles verschlingendem Treibsand, welcher es nur auf Spieler in Rot abgesehen hatte.

Auch fehlte es natürlich an der nötigen Motivation. Der Rekordmeister, der in den letzten 7 Jahren 8 Champions League Titel holte, wirkte satt. Da ist es nicht weiter verwundernd, dass der EM-Bomber Toni keine Lust hatte Tore zu schießen und der mehrfache Welttorhütter Rensing bei Hajnals Freistoß wie zementiert zu sah wie der Ball an ihm vorbei ins Netz flatterte.

Deshalb gratuliert AZDO dem FC BAYERN MÜNCHEN zu einem sensationellen zweiten Platz beim Supercup!


Supercup 08

Supercup 2008

Schwarzrotgold(gelb)stich2:Das Ende der letzten männlichen Bastion

2008 Juni 30
von Mas09

Deutschland verpatzt es im Finale! Eigentlich sollte das ja wohl für übertriebene Trauer Ausbrüche im zarten Gemüht der Männlichkeit ausreichen. Aber….

In vereinzelte Gruppen, in welche wir von seelenlosen Organisationen zu Marktforschungszwecken kategorisiert werden, erreichten die Messwerte bereits alarmierende Ausmaße. Man(n) konnte innerhalb dieses Schubladensystems tatsächlich vereinzelt erstmals mehr Frauen als Männer beim Fußballschauen ausmachen.

Dieses Novum wurde während des EM-Halbfinales erreicht. Zwar sind solche Ergebnisse nur das Resultat repräsentativer Subjektivität, weil sie einer etwas wackeligen Hochrechnung entstammen, aber hier wurde dennoch eine wahrnehmbare Grenze überschritten.

Die Festung Fußball scheint schneller und heftiger zu bröckeln, als uns das lieb sein kann. Plötzlich beginnt das schwache Geschlecht sein über Jahre, der männlichen Herrlichkeit zur Liebe , geheucheltes Interesse am einzig wahren Sport zu verinnerlichen.

Aus geheucheltem Halbwissen wird praktizierter femininer Fußballsachverstand. Die Tage in denen sich die Begeisterung für den Sport auf seine adonischen Protagonisten fokussierte sind endgültig gezählt. So kennt und erkennt die moderne Frau nahezu jeden einzelnen Spieler und kann zusätzlich zu seinem Familienstand nun auch noch über spielerische Stärken und Schwächen Auskunft geben.

Sommermärchen eins und Sommermärchen zwei raubten die Identität des Mannes und boten sein Steckenpferd auf dem gesamtgeschlechtlichen Präsentierteller.

Die Frauen nahmen dankend an. Verschwörungstheoretiker befürchten einen zerstörerischen Plan hinter dem Interessenwandel. Es wird versucht sich in die maskuline „Oase der Emotion“ einzuschleusen, um diese von Innen zu zerstören.

Der Fußball ist in unserer Gesellschaft tatsächlich eines der raren Gebiete in dem männliche Emotion allgemein toleriert und sogar kollektiv praktiziert wird. Wer diesen Zustand nun auf die bisherige Abstinenz der Frauen zurückführt, kann seinen geliebten Sport nun wohl zu Grabe tragen.

So beruhen alle Hoffnungen auf dem Vereinsfußball. Wenn der nämlich, fernab von „(Deut)Schland-Kult“ und „WM-EM-Euphorie“ wieder das Fußballtagesgeschäft bestimmt, besteht wieder eine Chance für männliche Dominanz vor den TV-Geräten und in den Stadien. Es ist anzunehmen, dass die Frau das innige Gefüge zwischen Mann und Verein ,mit ihrer auf diesem Gebiet gänzlich unterentwickelten Psyche, nicht durchschaut.

Noch nicht…..!

Schwarzrotgold(gelb)stich

2008 Mai 28
von Mas09

Frequently Asked Questions (shame on me!)

Perouse, den 28. Mai 2008

In der Fußballbundesliga rollt kein Ball mehr. Die Dächer der prunkvollen Stadien in den einschlägigen Spielstätten werfen beeindruckende Schattenspiele auf das geschundenen Grün. Verschwunden sind die laut grölenden Massen in ihren Bunten Trikots. Verschwunden ist das allwöchentliche Kribbeln, welches Millionen in seinen Bann zieht. Eigentlich Grund genug die folgenden, Bundesligafreien Monate zu verfluchen und den Kopf in den Sand irgend eines spanischen Strandes zu stecken.

Aber weit gefehlt! Die Flucht zur Schinkenstraße kann der notorische Fußballverfallene sich sparen.

Empfehlenswert wäre die Fahrt gen Süden jedoch alle mal. Wichtig ist dabei nur rechtzeitig auf die Bremse zu drücken. Sehenswertes gibt es nämlich in unseren alpinen Nachbarländern zu bestaunen. Der findige Leser weiß natürlich längst worum es sich handeln könnte.

Richtig! Es ist, wie der Vierjahresrhythmus errechnen lässt, Europameisterschaft.

Da dieses Event (Entschuldigung für den aufkeimenden Anglizismus) nicht nur angestammten Fußballfans, sondern allen erdenklichen gesellschaftlichen Gruppen (Frauen, Gelsenkirchen Fans und ähnlichem) vorbehalten ist, will AZDO an dieser Stelle die wohl wichtigsten Fragen rund um das Highlight (schon wieder!) beantworten.

Europameisterschaft? Ist das dass selbe wie 2006 auf den Fanmeilen?

-Ja exakt! Wer erinnert sich nicht an die EM 06 in Deutschland? Das sicher hochklassigste Spiel war damals im Übrigen Deutschland gegen unsere Nachbarn aus Argentinien.

Wer ist den der beste Spieler bei Deutschland?

-Das ist wie jedes Jahr der mit der hübschesten Frisur.

Wo kann ich Fanutensilien kaufen?

-Nirgends! Da weder Konzerne noch der Deutsche Fußballbund Kommerzielle Interessen verfolgen und den Fan nicht perfide ausbeuten wollen. Die einzige Möglichkeit wird genau wie 2006 das Do-it-yourself (sorry) Trikot sein. Aber Vorsicht! Das Ministerium für Nationalfarben warnt vor dem Ausverkauf von schwarz, rot oder goldenen Textilien.

Kommen die Spiele auch im Fernsehen?

-Ja, allerdings zeigt 9live die Spiele mit deutscher Beteiligung exklusiv. Auf spannende Gewinnspiele und geballte Fachkompetenz muss also nicht verzichtet werden. Nach 1 Uhr wird Günter Netzer von Gerhard Delling auf erotische Art und Weise entkleidet .

Darf ich als Frau auch zur EM reisen?

-Nein! Die einzige zugelassene Frau aus der Bundesrepublik ist Partymaus Angela Merkel. Sie selbst bezeichnet sich als Ultra der DFB-Elf. Gemeinsam mit ihrem Fanklub wird sie als Capo für mächtig Stimmung in der VIP-Lounge (jetzt ist es aber gut) sorgen.

Wird es während des Turniers zu gewaltsamen Ausschreitungen kommen?

-Ein klares Nein! Deutschland, Kroatien, Polen und die Niederlande gelten aufgrund historischer Fakten als unbedenklich in Sachen Gewalt. Außerdem gibt es ja noch die dortige Polizei, die die Lage im Griff haben wird. So bekommen auffällig gewordene Anhänger der oben genannten Länder in der Schweiz Kuhglocken umgehängt. Durch diese Maßnahme weiß die Staatsgewalt stets wo sich der wütende Mob aufhält.

Wer ist den mit Deutschland in einer Gruppe?

-Bayern, DDR und Swasiland

DDR wo liegt das denn?

-Das ist ein Nationalsozialistischer Staat im Herzen der Vereinigten Staaten

Ist Klinsmann immer noch Bundestrainer?

-Nein! Sepp Herberger ist der aktuelle Coach (noch so ein Wort von den Angelsachsen).

Bekomme ich noch Karten für das Finale?

-Es wird ausreichend Karten in allen Sitzplatz Kategorien geben!

Wie viel Kostet so eine Karte?

-Da die Uefa eine caritative Einrichtung ist, bekommt man die Tickets Versandkostenfrei gegen eine geringe Spende per Luftpost zugestellt. Zu jeder Eintrittsermächtigung wird eine warme Suppe gereicht.

Gibt es Fangesänge für Deutschland?

-Ja ein schirr gar unermessliches Angebot an anfeuerndem Liedgut wird in den Stadien zu hören sein. Das Prädikat besonders wertvoll hat sicherlich: „Steht auf wenn ihr Deutsche seit“ verdient. Sollte man diesen Gesang vernehmen legt man sich am Besten klatschend flach auf den Boden und wartet bis es vorüber ist.

Okay gut! und wer wird jetzt Europameister?

-Es gibt mit Italien, Frankreich und unserem Team zwar starke Konkurrenz, aber das Rennen werden wohl die Engländer machen!

Jürgen Klopp neuer Borussia-Coach!

2008 Mai 24
von Mas09

Pressekonferenz mit dem neuen BVB-Trainer

Zurück in die Zukunft

2008 Mai 15
von Mas09

Auf dem Weg zu einer konstanten und erfolgreichen Saison 09/10 legte Borussias Sportdirektor Micheal Zorc heute einen ersten und hoffentlich richtigen Grundstein.

Dabei wurde wohl berücksichtigt, dass man in Dortmund mit Südamerikanern, speziell mit solchen aus Brasilien, in der Vergangenheit fast immer gut gefahren ist und dass zwei der aktuell überzeugendsten Spieler auch dort beheimatet waren (Tinga, Dede).

So soll nun auch die zuletzt katastrophale Innenverteidigung mit einem Zuckerhutkicker bestückt werden.

Der neue Brasilianer im Team heißt Felipe Augusto Santana und ist mit 1,94 Meter ein echter Abwehrhüne. Santana war bisher für Figueirense FC Santa Catarina aufgelaufen und erhielt heute einen Vertrag bis zum 30. Juni 2013 beim Ballspielverein.

Sein Zukünftiger Partner könnte der serbische Nationalspieler Marco Basa werden. Der Spieler sei sich schon mit der Borussia einig, fehlt nur noch die Zustimmung seines derzeitigen Arbeitgebers Le Mans.

Graupapagei mit Fußballsachverstand

2008 Mai 8
von Mas09

GELBSTICH 3:Wahre Größe

2008 Mai 4
von Mas09

Ein Mann der stolze 202 cm in die Höhe ragt, wird von den meisten Menschen wohl als eine Art Riese wahrgenommen. An einen dieser Riesen erinnert man sich in auch in Dortmund. Zunächst als langer träger Grobmotoriker verschmäht spielte der Gigant sich als bald in die Herzen der Schwarzgelben. Schnell schnitt man das gesamte Spiel auf den Tschechen um. Lange hohe Bälle waren das Mittel der Stunde und brachten die Gegner reihenweiße zur Verzweiflung. Recht häufig mit dem Kopf aber auch nicht gerade selten mit dem, als Folge der Proportionen, riesigen Fuß netzte er Spiel für Spiel ein. Man hatte das berechtigte Gefühl er sei an jedem Tor der Borussia beteiligt gewesen. Spielend pflügte er alles vom Himmel was da auf ihn zu kam, legte ab oder zentrierte das Leder selbst zielgenau in den Kasten. Eckbälle, Freistöße, Flanken, alles blickte auf den Hünen und hoffte das dies nie zu Ende gehen wird.

Es ging zu Ende. Nach etlichen Jahren BVB entschied er sich aus privaten Gründen für einen Wechsel ins schöne Monaco. Die ersten Spiele in der Ära nach dem Dinosaurier, wie man ihn liebevoll nannte, waren schockierend. Da spielte zwar eine Mannschaft in den gewohnten Trikotfarben, doch wie sie spielte wirkte befremdlich. Verzweifelt suchten das Publikum und die Spieler nach der alles überragenden Anspielstation. Sie fanden niemanden. Der Ball flog an Freund und Feind vorbei.

Wie das im Leben eben so ist, gewöhnte man sich auch an diese Wort wörtliche riesen Lücke, die noch lange im Kader der Borussia klaffte.

Sicher war er nicht der alleinige Garand für alle Erfolge die damals eingefahren wurden, aber mit keinem Spieler assoziiert man den Erfolg so stark wie mit ihm.

Am vergangenen Spieltag dann kehrte er zurück in sein altes Wohnzimmer. Diesmal nicht auf der Seite der Borussia. Er lief für den FCN, die ihn nach einer glücklosen Zeit im Stadtstaat in der Winterpause als Hoffnungsträger für den Nichtabstieg verpflichtet hatten, auf. Das schwache Spiel gab noch mehr Anlass um in Erinnerung zu schwelgen als man das ohnehin schon tat. Die Meisterschaft und das Uefacup Finale konkurrierten in den Köpfen mit der Tristes der Wirklichkeit.

Nach dem Abpfiff perfektonierte der Gigant die Zeitreise. Ohne zu zögern schreitet er in den gewohnt großen Schritten in Richtung Südtribühne, auf der sich der gedankliche Vergangenheitsspaziergang im Kollektiv abspielt. Frenetisch feiert man ihn. Der Dino ist zu Tränen gerührt.

Wieso die Anhänger des Clubs dafür kein Verständnis zeigten, lässt sich vielleicht mit der äußerst unangenehmen Tabellesituation in der ihr Verien steckt erklären, entschuldigt oder gar toleriert kann ein solches kurzsichtiges und engstirniges Verhalten allerdings in keinster Weiße werden. Vielleicht wäre es hilfreich die eigenen Spieler zu unterstützen, statt den augenscheinlich besten Mann auszupfeifen, wenn er sich bei seiner alten Liebe bedankt. Mit so einem pubertären Schwachsinn ist niemandem geholfen.

Man hat dich nicht vergessen Jan und man wird es nie! Du warst und du bist für immer einer von uns! Du bist nicht nur körperlich ein Riese sonder auch charakterlich. So eine enge und gefühlvolle Bindung zu einem Ex-Club ist zweifelsfrei eine Seltenheit. Im knallharten Geschäft des Fußballs scheint kein Platz für Emotionen zu sein. Danke dass du das Gegenteil beweist.

DANKE FÜR ALLES!

Video vom Pokalfinale

2008 April 28
von Mas09