GELBSTICH 4:Intelligenz,Klasse und München
Es fehlte an Intelligenz nicht an Klasse
Besonders die erste Hälfte machte Lust auf mehr. Sondiert man die ersten 20 Minuten so sah man die stärkste Borussia der letzten Jahre im heimischen Stadion. Besonders über den schon in der Vorbereitung auffällig starken Kuba in Kombination mit Hajnal und den beiden laufstarken Spitzen zeigte der BVB was offensiv in dieser Saison möglich sein kann. Über die gesamten 90 Minuten bleibt es aber trotzdem eine ordentliche Leistung mit einem gewaltigem Intro , welches schon früh, durch den schnellen Polen, seinen vorläufigen Höhepunkt und mit dem Platzverweis des Bayern- Kapitäns Van Bommel sein Ende fand. Sicherlich wäre der Rekordmeister zu schlagen gewesen. Nelson Valdez wurde in letzter Sekunde an seinem zweiten Saisontor gehindert und Schweinsteiger kratzte, Kringes Anlauf auf die Torjägerliste zu kommen, von der Linie.
Außer am nötigen Glück fehlte es an der nötigen Intelligenz, die es erfordert wenn man gegen den Rekordmeister gewinnen will. Intelligenz die sicherlich im Kader, aber derzeit verletzt, ist. Vielleicht wäre ein Tinga oder ein Alex Frei oder ein Dede hier wichtig gewesen , mit ihrer Erfahrung und mit ihren Führungsqualitäten. Nicht das Kapitän Sebastian Kehl seiner neuen Rolle nicht gerecht wurde. Er verteilte Bälle und Ideen grätschte ab wo es nötig wurde. Auch Florian Kringe zeigte in der generell recht jungen Mannschaft, dass er in der Relation schon ein alter Hase ist. Bis zu seiner Auswechslung mit viel Beinarbeit und einigen guten Ansätzen, der ägyptische Neuzugang Zidan. Ziegler blieb hinten ohne Fehler und bewies er ist ein starker Ersatzmann. Es gefiel sondiert betrachtet also fast jeder der Aufgebotenen Schwarzgelben, aber wie die Elf in der Zweiten Hälfte in eine Art litargischer Trance aus Respekt oder Selbstüberschätzung fiel, zeugte von Unerfahrenheit. Anstatt den Münchnern mit dem Anfangs dargebotenem Offensivspiel endgültig den Schneid ab zu kaufen, verfiel man in den Wahn man könne tief stehen und von Zeit zu Zeit Konter fahren wenn es nötig war. Funktionieren kann so etwas ohne Zweifell. Mit gleich drei 88iger Jahrgängen in der Abwehrreihe und vier verletzten Stammspielern ist diese Variante aber als durchaus gewagt einzustufen.
Wie viel dem mannschaftlichen Kollektiv davon anzurechnen ist oder ob es eine taktische Variation
des Schwaben Jürgen Klopp war, bleibt im Verborgenen .
Nach dem Sieg in Leverkusen also ein starkes Remis mit Wehmut gegen die Bayern. Es hätte auch schlechter laufen können. So ganz vertraut kommt einem dieser engagierte BVB zwar noch nicht vor, das Kennenlernen macht aber auf jeden Fall einen teuflischen Spaß. Die letzten Trainerwechsel brachten selten auch einen Mentalitätswechsel auf dem Platz mit sich. Es scheint als hätte Sympathie- Magnet Klopp hier etwas verändert. Wie wichtig so etwas zu sein scheint beweist schon alleine die Tatsache wie oft Bälle zurück erobert und wie früh Zweikämpfe angenommen werden. Vielleicht schafft der Ballspielverein ja endlich den Absprung von der konstanten Inkonsistenz. Immerhin ist man schon jetzt seit 3 Pflichtspielen ungeschlagen. Die Offensivabteilung traf stehts, wiederholt auch mehrfach. Das Spiel wirkt insgesamt kreativer und schneller als in der Vorsaison.
Kommen nach den nicht so doll(en) Zeiten jetzt die Klopp(e) für unsere Widersacher? Was zeigen unsere Jungens im Europapokal? Gegen wenn müssen wir dort Antreten? Packen wir den Derbysieg? Und wann ist endlich wieder Samstag!?